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DIE SPIELERIN
Stummfilm-Theater








Das Genre der Stummfilmmusik ist beinahe in Vergessenheit geraten,
stellte zu Beginn des 20. Jahrhunderts aber eine Musikgattung dar, die aus der Unterhaltungskunst nicht wegzudenken war. In großen Kinos spielten ganze
Orchester, in kleinen Filmtheatern waren es einzelne Klavierspieler, die
einen Film begleiteten. Die Pianisten verfügten dabei über eine Vielzahl an
musikalischen Versatzstücken zu unterschiedlichen Szeneninhalten in
ihrem Repertoire, die sie passend zur Filmhandlung als musikalische
Untermalung während der Filmvorführung zusammensetzten.


Die Live-Begleitung des eigens für die Produktion gedrehten Stummfilms ist zentraler Bestandteil des Theaterstücks Die Spielerin. Hinzu kommt das Stilelement der Clownerie,
das sowohl im Film als auch im Stück eine wichtige Rolle spielt. Die Figur des Clowns
erfüllt seit dem klassischen Drama die Funktion, Szenen oder Szenenübergänge mit unterhaltenden Aktionen zu gestalten; er ist Bindeglied zwischen Charakteren und Handlungselementen. Auf diese Weise entsteht ein Theaterstück, in dem aktives
Schauspiel und Clownerie mit Stummfilm-Tradition und Live-Musik verbunden sind.