Dichtung und Musik

— Musikalische Lesung —

Text und Musik stellen für MacDowell, wiewohl scheinbar ohne jegliche Gemeinsamkeit, eine große Einheit dar, die erfüllt sein muß, um den Gehalt eines Textes richtig abzubilden. Als Grundlage für seine Liedvertonungen wählte er neben den Gedichten von amerikanischen Schriftstellern auch Texte von Emmanuel Geibel und Heinrich Heine.
Für letzteren und für Johann Wolfgang von Goethe entwickelte MacDowell mit etwa zwanzig Jahren eine große Bewunderung, so daß er beiden jeweils einen Zyklus von sechs Kompositionen widmete — die 6 Idyls after Goethe, op. 28 und die 6 Poems after Heine, op. 31. Anders als bei seinen Liedern vertonte er darin nicht den tatsächlichen Text, sondern den Textinhalt beziehungsweise die mit dem Text evozierte Stimmung.
Es handelt sich bei den Kompositionen daher um Stimmungsbilder, die zwar auch für sich allein stehen können, die aber in direktem Zusammenhang mit dem lyrischen Text zu hören sind.


In Edward A. MacDowell — Dichtung und Musik erklingen die beiden Zyklen nach Goethe und Heine in der Art eines Lesungs-Konzerts mit den Gedichten und den dazugehörigen Stücken sowie eine Auswahl von weiteren Liedvertonungen mit deutschem Text.