noctenytor
Korngold
KORNGOLD-
KONZERT


13. Juni 2014
Dr. Hoch's Konservatorium Frankfurt, 19 Uhr

Im Korngold-Konzert widmen sich die beiden Interpreten verschiedenen Lied- und Klavierkompositionen aus hauptsächlich der frühen Schaffensphase Erich Wolfgang Korngolds.

So werden im ersten Teil des Konzertabends die beiden Zyklen Märchenbilder op. 3 und Sechs Einfache Lieder op. 9 miteinander zur Aufführung gebracht. Mit den Märchenbildern schuf Korngold 1909 im Alter von nur zwölf Jahren ein mehrsätziges Klavierwerk, in dem er Märchenmotive und märchenhafte Thematik vertonte. Das Werk umfaßt sieben Stücke unterschiedlicher Länge. Die Sechs Einfachen Lieder entstanden nur wenige Jahre später, zwischen 1911 und 1913, und beinhalten Vertonungen bekannter Gedichte von Joseph von Eichendorff und anderen Dichtern. Auffällig ist bei beiden Werken die hohe Affinität zur Motivik des Mysteriösen, Rätselhaften und sogar Unheimlichen. Illustriert werden die einzelnen Lieder und Stücke mit Bildern zweier Künstlerinnen, die zu den Kompositionen gemalt wurden und erstmal bei dem Konzert öffentlich gezeigt werden.

Im zweiten Teil des Konzerts stellen die beiden Interpreten Vertonungen von Shakespeare-Gedichten vor, die unter dem Titel Songs of a Clown op. 29 und op. 31 veröffentlicht sind, und die Korngold wohl während seiner Zeit in Hollywood schrieb. In op. 29 sind Texte und Lieder aus Shakespeares Komödie Twelth Night enthalten, die der Charakter des Narren spricht und singt, in op. 31 ergänzte Korngold seine Vertonungen mit anderen Gedichten von Shakespeare. Alle dieser Lieder sind in ihrem Tonmaterial verhältnismäßig schlicht gehalten und imitieren teilweise den Musikstil der Rennaissance.
Im Konzertprogramm werden diese Lieder verbunden mit Walzerkompositionen, die Korngold mit ungefähr sechzehn Jahren für vier seiner Jugendfreundinnen schrieb.