Das Stück



Frankreich, Oktober 1825...
Verzweifelt über den Tod seiner Braut schleicht sich Adalbert Viscount de Griffonceau nachts auf den Friedhof, um an ihrem Grab zu trauern. Doch er ist nicht allein: Getrieben von ihren innersten Sehnsüchten und brennendem Haß auf alle Lebenden streifen die Toten umher. In ständiger Gefahr, entlarvt zu werden, gerät der junge Mann in eine Reihe von Verwicklungen. Auf einem Fest kommt es zum dramatischen Höhepunkt...

Dead Love's Delight ist ein Musiktheater-Stück für Sänger und kleines Orchester, verfaßt von Dorothee A.E. Sattler (Libretto) und Anna-Sophie M.I. Sattler (Musik). Es bietet spannende Unterhaltung, stimmungsvolle Musik und ein anspruchsvolles Libretto in der Tradition der Gothic Novel. Bekannte Motive und neue Elemente sind zu einer ungewöhnlichen Geschichte verbunden, die auf ungewöhnliche Weise gezeigt wird.

Für Dead Love's Delight wurde eine völlig eigene Welt geschaffen, die historische Begebenheiten der Spielzeit und ihre romantische Fiktion durch die Gothic Novel miteinander vereint. Neben der eigentlichen Handlung thematisiert das Stück die inneren und äußeren Auseinandersetzungen der Romantik und ihrer Zeit, die nach Art der Tragikomödie mal mit tiefgehender Emotionalität, mal mit einem Augenzwinkern gezeigt werden. Ein besonderer Reiz des Stückes besteht in der Konstellation der Charaktere: Sämtliche Protagonisten außer Adalbert sind Tote, die sich gemäß ihrer Zeit und ihrem Stand verhalten, was zu weiteren Spannungen führt. Verschiedene Zeitepochen werden so auf reizvolle Weise erlebbar.

Die Welt von Dead Love's Delight



Dead Love's Delight spielt mit der Themenwelt der Romantik. Wenn ein seit Jahrhunderten um eine Nonne werbender Ritter Gauzelin de Toquenbourgh heißt, wenn Adalbert seine Gedanken zum Tod mit ,Oh Death, Thou master of shadows‘ beginnt, wenn der spanische Frauenheld den Friedhof zu einem romantischen Garten macht und die träumerische Denise in weißem Seidenchiffon über die Bühne tanzt, werden beliebte Motive der Zeit zitiert, die — durchaus beabsichtigt — den Zuschauer schmunzeln lassen. Keineswegs jedoch ist Dead Love's Delight nur eine Aneinanderreihung von romantischen Elementen, im Gegenteil: Die Handlung nimmt immer wieder einen unerwarteten Verlauf.

Die Handlung



Das Grusical Dead Love's Delight bietet nicht nur Unterhaltung für Freunde der Romantik — das Stück ist von düsterer Grundstimmung und enthält typische Passagen einer Schauergeschichte. Schwarzer Humor und makabere Elemente lassen eine skurrile, beinahe groteske Totenwelt entstehen. Für Spannung eigener Art sorgen die heftigen, teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen, von denen das Duell zweier Toter der Höhepunkt ist.

Das Duell



Die Musik von Dead Love's Delight wurde von Anna-Sophie M.I. Sattler komponiert und bildet mit der klassischen Orchesterbesetzung der Originalversion einen stimmungsvollen Hintergrund für die romantische Schauergeschichte. Der gezielte Einsatz von Instrumenten und Instrumentengruppen sorgt für immer neue Klangfarben, die jedem Charakter eine individuelle Gestalt geben.

Die Musik



Eine Besonderheit von Dead Love's Delight ist die hohe Anzahl individueller Charaktere, aus denen sich die Totenwelt zusammensetzt und die sich auf historisch-realistische Weise verhalten. So gibt es im Stück keinen Chor im musikalischen oder dramatischen Sinne, sondern nur Einzelpersonen, die durch Verhalten und Sprache deutlich voneinander unterschieden sind. Konkret bedeutet dies, daß außer den sechs Hauptrollen zahlreiche Solopartien und -zeilen im Stück enthalten sind, was in Bühnenwerken äußerst selten zu finden ist. Das von Dorothee A.E. Sattler verfaßte Libretto verkörpert auf hohem sprachlichen Niveau die Welt von Dead Love's Delight.

Das Libretto



Die Premierenproduktion von Dead Love's Delight stand unter der Leitung der beiden Autoren Anna-Sophie M.I. Sattler und Dorothee A.E. Sattler. Das eigens zusammengestellte Ensemble und die durchdachte Inszenierung machten die Weltpremiere zu einem besonderen Erlebnis.

Produktion




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DS