Amy Beach (1867—1944) ist eine von mehreren inzwischen beinahe vergessenen Komponistinnen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit ihrer Musik und ihren Kompositionen auf sich aufmerksam machten. Als eine der wenigen Komponistinnen ihrer Zeit gelangte sie bereits zu Lebzeiten zu internationalem Ruhm und bewältigte wie kaum einer ihrer weiblichen Kollegen den Spagat zwischen der Rolle als Ehefrau und Künstlerin. Sie galt als musikalisches Wunderkind und erhielt schon in jungen Jahren Klavier- und Musikuntericht. Nach ihrer Heirat konzentrierte sie sich überwiegend auf das Komponieren, das sie sich im Selbststudium beibrachte.
Zu ihrem Werkschaffen zählen eine Vielzahl von Liedern und Klavierstücken sowie einige Kammermusikwerke.

Ausgebildet bei namhaften europäischen Pianisten und Komponisten gilt Edward MacDowell (1860-1908) als einer der wichtigsten Vertreter amerikanischer Romantik. Unter anderem war er Schüler von Antonin Marmontel in Paris und studierte bei Joachim Raff am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main. Sein Werk umfaßt neben einigen Orchestersuiten und Liederzyklen vor allem eine Vielzahl von Kompositionen für Klavier, die sich gleichermaßen durch ein hohes Maß an Virtuosität im Sinne folkloristischer Leichtigkeit und einen sehr intensiven Umgang mit Akkord- und Klangsymbolik auszeichnen. Inspiriert von Eindrücken seiner zahlreichen Reisen, stellt die einprägsame Musiksprache MacDowells einen kompositorischen Meilenstein in amerikanischer Programmmusik dar.